Traviata (the title role) – Theater Basel, November 2021

Badische Zeitug

„Präsenz. Die gehört allein Nicole Chevalier – sicher einer der besten Violetta-Interpretinnen der Gegenwart. Wie sie die Töne formt, wie sie ihre Stimmungen in Gesangslinien abbildet – Trauer, Begeisterung, Wut –, wie sie ihre große Scene ed Aria (“Sempre libera”) im ersten Akt gestaltet, ist sensationell. Und so erfährt am Ende nicht Violetta ihre Zuwendung, sondern Nicole. Stehende Ovationen. Das ist das Mindeste”

Basler Zeitung

„ebenso feinsinnig wie bravourös (…) Präsenz gewinnt sie dabei weniger durch dramatische Ausbrüche als durch ihre feine, hoch konzentrierte Phrasierungsweise. Darin kommt eine grosse Nachdenklichkeit zum Ausdruck – und sie zwingt auch das Publikum zur Konzentration. In den über zwei Stunden Vorstellungszeit (ohne Pausenunterbruch) kommt es immer wieder zu Momenten absoluter Stille, die durch kein Hüsteln, kein Tuscheln, kein Nesteln gestört werden. Je mehr sich die Sängerin zurücknimmt, desto geheimnisvoller wirkt sie“

Olinereport (blog)

„Endlich wieder grosse Oper – und Standing Ovations – Die fulminante Premiere von “La Traviata” am Theater Basel vermochte das Publikum zu begeistern (…) Am Sonntagabend spielte das Theater Basel, Abteilung Oper, unbestritten in der Champions League. Als die Lichter auf der Bühne nach fast zweieinhalb pausenlosen Premierenstunden ausgingen, konnte man gar nicht anders, als sich erheben und der Hauptdarstellerin, der amerikanischen Sopranistin Nicole Chevalier, eine Standing Ovation bereiten. Sie hatte die Titelpartie von Verdis Oper “La Traviata” mit einer derartigen Hingabe gesungen und gespielt, dass Superlative schlechterdings unvermeidlich sind. Äusserlich ähnelt Nicole Chevalier nicht unbedingt einer schwindsüchtigen, todkranken Frau. Sie wirkt sportlich und gut durchtrainiert, klingt stimmlich niemals dünn und verzichtet auf hysterisches Geschrei. Diese Sängerin bewahrt einen stabilen, gesunden stimmlichen Kern, von dem aus sie mühelos die vom Komponisten erforderten Höhen erreicht, ohne jemals zu übersteuern“

Opernmagazin (blog)

„Nicole Chevalier leistet hier das schier unmögliche mit Bravour. Unglaublich wie es ihr gelingt, alle Stimmungen, Freude, Verzweiflung, Trauer zu vermitteln und 2 1/2 Stunden, das Publikum in den Bann zu ziehen. Es wirkt nichts gespielt, sondern mit jeder Faser erlebt. Wenn sich körperliche Leistung noch mit einer großartigen Stimme paart, dann muss man von einer Sensation sprechen. Sei es liegend, tanzend und sogar mitten ins Publikum kletternd, immer ist die Stimme perfekt sitzend und man folgt fasziniert dieser einzigartigen Künstlerin auf dem Weg in das tragische Ende (…) Wann hat es in Basel zum letzten Mal eine Standing Ovation gegeben unmittelbar nach dem Ende des Stückes? An diesem Abend war dies mehr als verdient und wer immer die Gelegenheit hat, eine der wenigen Vorstellungen zu besuchen, sollte sich dies nicht entgehen lassen.“